
Verstehen ist nicht dasselbe wie Veränderung
In der Sozialen Arbeit gibt es für fast alles eine nachvollziehbare Erklärung.
Warum jemand immer wieder in dieselben Schwierigkeiten gerät. Warum eine Situation eskaliert. Warum ein Jugendlicher nicht mitmacht. Warum eine Institution an ihre Grenzen kommt.
Erklärungen können wichtig sein. Sie schaffen Verständnis, aber sie verändern noch nichts.
Ein Mensch kann seine Verhaltensmuster sehr genau kennen und doch immer wieder gleich handeln. Eine Familie kann verstehen, warum Konflikte entstehen und sie trotzdem dauernd wiederholen. Und ein Helfersystem kann eine komplexe Situation perfekt analysieren, dokumentieren und koordinieren, ohne dass sich etwas verändert.
Meist werden Gespräche geführt, Berichte geschrieben, Zuständigkeiten geklärt, Sitzungen organisiert und weitere Fachstellen beigezogen. Vieles davon ist notwendig. Nur kann ein Helfersystem erstaunlich viel Zeit damit verbringen, sich selbst zu koordinieren. Und das, worum es eigentlich ursprünglich einmal ging, tritt nach und nach in den Hintergrund.
An diesem Punkt wird Soziale Arbeit für mich interessant.
Natürlich kann nicht alles verändert werden. Hin und wieder muss man auch lernen zu akzeptieren, dass etwas schwierig bleiben wird. Aber bevor man an diesem Punkt ankommt, gibt es meist mehr Möglichkeiten, als die gewohnten Abläufe vermuten lassen.
Manchmal braucht es einfach einen anderen Ansatz.
Ich mache nicht nur das, was man immer macht, wenn es einen nicht weiterbringt. Denn wer darauf bedacht ist, nur ja nichts falsch zu machen, vergibt häufig auch die Chance auf Veränderung. Ich arbeite deshalb praktisch, unkompliziert und nah an der jeweiligen Situation. Innerhalb der gegebenen oder vereinbarten Rahmenbedingungen nutze ich den vorhandenen Handlungsspielraum.
Meine Arbeit beschränkt sich nicht darauf, zu erklären, was theoretisch zu tun wäre.
Ich begleite Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien in schwierigen Lebenssituationen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Manchmal braucht jemand Orientierung. Manchmal Rückhalt. Manchmal eine klare Rückmeldung. Und manchmal schlicht jemanden, der nicht nur erklärt, warum etwas schwierig ist, sondern bereit ist, gemeinsam etwas zu versuchen.
Casework hat nicht für jedes Problem eine fertige Lösung.
Aber ich bin bereit, mit Ihnen herauszufinden, was geht.
Da Casework von mir betrieben wird, sollte ich mich kurz vorstellen:
Ich heisse Marcel Emmenegger, ich bin in Herisau aufgewachsen. Danach arbeitete ich mehr als zwanzig Jahre in unterschiedlichen Bereichen und Ländern, unter anderem in einen Wüstenkibbutz in Israel (Kerem Shalom), in der Gastronomie in Südafrika (Mike's Kitchen), als Sprachlehrer und Reiseleiter in Kenia, im Parallelhandel am Panamakanal sowie später in einem multinationalen Family Office (Klaus J. Jacobs), der Corporate Social Responsibility (Adecco, Barry Callebaut, Infront Sports) und diversen Charityprojekten.
Nach meiner Rückkehr in die Schweiz studierte ich Soziale Arbeit an der ZHAW, absolvierte eine Weiterbildung in Public Governance and Administration an der ETH Zürich und anschliessend ein Masterstudium in Philosophie an der Universität Sofia. Meine Masterarbeit über Philosophie mit Kindern wurde mit Bestnote ausgezeichnet.
Sozialberuflich habe ich Erfahrung in praktisch allen zentralen Bereichen der Sozialen Arbeit, darunter Flüchtlingswesen, wirtschaftliche Sozialhilfe, Beistandschaften, Schulsozialarbeit, Sozialpädagogik, Psychiatrie und Sucht. Ich habe mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Familien sowie älteren Menschen gearbeitet.
Privat bin ich alleinerziehender Vater, lese gerne Montaigne und schwimme lieber in einem See als im Hallenbad.

"I have always followed Marcel's colorful professional career with great interest. He takes great interest in people from whatever background and his advice is anything else than skin deep."
Christopher G. Moore
Schriftsteller, Bangkok

"Leider verlieren wir mit Ihnen einen der interessantesten Studierenden der letzten Jahre."
Anthony Wright
Dozent Soziale Arbeit, ZHAW,_Zürich

"Marcel's acute intelligence and enquiring mind coupled with a varied and unconventional life has made him the insightful and wise thinker he is today. He is a true philomath... and a good friend."
John P. Bowmer
Ehem. Chairman & CEO, Adecco

"Marcel hat uns bei Fragen, welche die Sozialhilfe betreffen, jeweils fachkundig beraten."
Br. Fidelis Schorer
Franziskanerpater und Spitalseelsorger, Glarus

"Marcel is a deep thinker on philosophy, psychology and culture and he cuts through difficult academic concepts to give us new understandings."
Tom Butler-Bowdon
Schriftsteller, Oxford

"A compassionate man who has a social conscience."
Dr. Marc Faber
Börsenexperte

"Every university would be proud to have you as a philosophy student."
Prof Dr Sc Aneta Karageorgieva
Professor of Philosophy, Sofia University St. Kl. Ohridski

"Marcel, you are a person of great character and virtue."
Fasil Merawi PhD
Lecturer in Philosophy, Addis Abeba University
"You're walking a line between science and soul that most people don't even know exists. And you're doing it with humility and humor"